Biokunststoffe

Biokunststoffe werden bereits in der Verpackungsindustrie oder Agrarwirtschaft eingesetzt und zeigen eine interessante Möglichkeit auf, die Zukunft des Kunststoffes nachhaltiger zu gestalten. So können Biokunststoffe biologisch abbaubar sein und so der Ansammlung von Mikroplastik in der Umwelt entgegenwirken. Aber auch biobasierte Kunststoffe kommen zum Einsatz, welche unabhängig von fossilen Ressourcen sind und daher einen verringerten CO2-Fußabdruck aufweisen. Am TCKT untersuchen wir neue Möglichkeiten, um die verschiedenen Biokunststoffe zu modifizieren und neue Anwendungsgebiete zu erschließen.

Bioabbaubare Geotextilien

Im Rahmen des COMET Projekts TCCV wird gemeinsam mit unserem Industriepartner Geobrugg an einer nachhaltigen Lösung für Geotextilien gearbeitet. Geotextilien werden an landschaftlich exponierten Stellen angebracht, um Bodenerosion zu verhindern und die betroffenen Flächen wieder zu begrünen. Da hierzu in der Regel synthetische Kunststoffe verwendet werden, führt die UV- und wetterbedingte Alterung dieser Materialien zur Bildung einer relevanten Menge an Mikroplastik, welches in die Natur freigesetzt wird. Durch die Verwendung von biologisch abbaubaren Kunststoffen wie PLA oder PBS in Geotextilien kann diesem Problem entgegengewirkt werden.

BioModFiber

Modifizierung von biobasierten Kunststoffen für die Herstellung von Fasern für Textilanwendungen

Im BioModFiber Projekt wird mit PLA und anderen Biokunststoffen gearbeitet, welche Potenzial für den Einsatz in der industriellen Faserproduktion besitzen. Ziel des Projekts ist die Herstellung von biobasierten Kunststofffasern, welche durch gezielte Modifizierungen verbesserte mechanische Eigenschaften aufweisen. Besonders die Bruchdehnung und das Rückstellvermögen der Fasern sollen im Projekt erhöht werden. Hier kommen unterschiedliche Materialkombination und Additive zur Vernetzung der Polymerketten zum Einsatz, um ein elastisches Verhalten der Fasern zu erreichen.

VAMOS

VAMOS ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem elf Partner aus verschiedenen Branchen und Fachgebieten beteiligt sind. Das Projekt zielt darauf ab, im Demonstrationsmaßstab die Machbarkeit der Produktion und Verwertung von Zuckern der zweiten Generation aus festen Hausmüllabfällen (Restmüll) zu zeigen.